Die Piraten sind momentan in den Medien vertreten wie kaum eine andere Partei in Deutschland. Durchaus kontrovers, aber überwiegend bekommen sie ihre Message durch.
Dies liegt wohl auch daran, dass sie bei vielen Themen Meinungen vertreten, die in das typische journalistische Spektrum (=links) fallen…

Bei anderen Themen kommen die Betroffenen da weitaus schlechter weg – falsche Meinungen bekommen kein Forum.

Das ist zum Beispiel bei der Forderung nach einem (Schuss)waffenverbot so. Aus Anlass des Amoklaufs in Erfurt sendete die ARD diese Woche eine Dokumentation (=totalen Schwachsinn), in der die Reporter (=kompletten Idioten) der Frage nachgingen, wieso die Waffenlobby in Deutschland so durchsetzungsstark ist.
Der Kommentar wurde von Dietmar Bär eingesprochen – klar, dass es überzeugend rüberkommt, wenn Bewegung nicht als Sport betrachtet wird. Wahrscheinlich wurde er mit Mettbrötchen bezahlt. Aufgrund dieser immensen Kosten war es wohl nicht möglich, Recherche zu betreiben – ein Klick auf den entsprechenden Artikel bei Wikipedia hätte den Film aber wohl auf den Abspann verkürzt …
Begleitet wurde der Film durch Artikel in der Welt und FAZ, letzterer geschrieben von einem Mitglied des Aktionsbündnis Winnenden – unabhängiger geht es kaum, entsprechend sachlich geschrieben war er selbstverständlich auch.

Was hat das jetzt mit den Piraten zutun? Naja, die bisherige Position der AG Waffenrecht dürfte wohl kaum der gängigen journalistischen Meinung entsprechen …

(Ja, lang ists her. Aber grad hab ich Zeit …)

Zumindest heute sind meine GEZ-Gebühren zu etwas gut: wie der NDR meldet, sind heute drei Jugendliche aus der Untersuchungshaft entlassen und in einer staatlichen Betreuungseinrichtung untergebracht worden. Dort werden sie versorgt und werden weiter an ihrer Reintegration arbeiten…
Dies ist der vorläufige Höhepunkt eines nun 2 Jahre dauernden Versuchs, zehn mutmaßliche somalische Piraten in Deutschland abzuurteilen.

Dabei kann man sich als unbedarfter Beobachter fragen, wie stark Beweise vor Gericht eigentlich sein müssen, damit ein Urteil gesprochen werden kann - schließlich wurde die Festnahme der drei Angeklagten durch niederländische Soldaten von der Fregatte Tromp videographiert, Waffen sichergestellt. Ganz abgesehen davon, dass die Zehn sich als einzige Personen ausser der Besatzung auf einem entführten Schiff befanden.

Aber vor Gericht und auf hoher See sind alle Menschen gleich … vor allem wenn man zulässt, dass die Schlechtigkeit der Welt verhandelt wird.

Man stelle sich nur vor, in Deutschland würde in eine Bank eingebrochen, von der Polizei im Gebäude Personen verhaftet, und nach 2 Jahren sitzt niemand im Knast.

Wobei – leider auch realistisch. Leider.

Soldaten der Bundeswehr sind Bürger in Uniform und Abbild der Gesellschaft. Allerdings …

… sollen sie doch bitte niemandem das zeigen, was sie wirklich tun sondern nur, was “öffentlich” akzeptiert ist.

… sollen sie ihren Eid doch bitte im stillen Kämmerlein leisten, nicht auf öffentlichen Plätzen, wo das jeder sieht. Altruismus ist nur gut, wenn man Kranken oder sozial Schwachen hilft.

… sind an Verfehlungen von einzelnen Soldaten die Vorgesetzten und Befehl&Gehorsam schuld, nicht die Gesellschaft, aus der diese Menschen zur Armee kommen.

Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee. Das bedeutet …

… das sich das Parlament empört, wenn Fehler passieren. Sonst gibt es Wichtigeres.

… Abgeordnete wissen immer besser, wie die Soldaten ihre Aufträge erledigen müssen. Ahnung oder Wissen aus Interesse – unwichtig! Hauptsache, es fühlt sich richtig an.

Kann man bestimmt ergänzen – Vorschläge?

OBL

02/05/2011

Von wegen kalte Höhle am Arsch der Welt. Was Pakistan wohl dazu bewogen hat, ihn loszuwerden?

Eigentlich muss man froh sein, dass dieses Thema noch als Frage formuliert wird. Um aber vielleicht zu einer Antwort zu kommen hatte Volker Herres, ARD-Programmchef (!) und moderierender Wackeldackel, sich vier Gäste in den Presseclub am 10. April geladen. Es waren dies Claus Leggewie (Professor für Politikwissenschaften in Gießen…) und Bettina Gaus (Tochter von Günter Gaus; Beweis dafür, dass Intelligenz mindestens nicht immer vererbt wird) auf der einen Seite und Heike Göbel (Wirtschaftsressort FAZ, unter anderem Studium VWL) sowie Roland Tichy (Chefredakteuer WiWo, ebenfalls VWL-Studium) auf der anderen Seite.

Im Folgenden konnte man sehr gut sehen, wohin bei wem die Reise gehen soll – während Frau Gaus so ungefähr jede Phrase der Ökoideologen sprachlich fahrig und dünn runterdrosch, verwies Professor Leggewie auf das Jahr 2050, bis zu dem man “problemlos” aus den bösen Umweltkillern Kohle und Uran aussteigen könne. Ausserdem sprach er sich für einen Umbau der deutschen Wirtschaft weg vom Wachstumsstreben und hin zu “anderen Lebenszielen” aus. Diese Vision (<H Schmidt> ZUM ARZT!!! <(H Schmidt>) müsse man nun vorantreiben, um den Gefahren für Planet und Umwelt zu entkommen. Frau Gaus entblödete sich weitehrin nicht, die Forderung nach einem EU-weiten Ausstieg auf den Tisch zu legen (Die Franzosen mit 80% Kernenergieanteil und keiner hirnlosen Angst wie hier in Deutschland werden laut gelacht haben.), allerdings bremste sie den daraufhin direkt den weltweiten Ausstieg fordernden Leggewie, dies sei doch etwas viel für den Anfang.
Aber der gute Leggewie weiss ja, das unser Schweinesystem nicht das Beste aller Welten ist und die Menschen sich in ein paar Jahren freuen werden, ihren Wohlstand nivelliert mit dem Rest der Welt zu “genießen”. Wahrscheinlich denkt er, dass seine Verbeamtung auf Lebenszeit ihn selbst vor den Dingen die er für alle anderen fordert retten wird… wir werden sehen.
Jedenfalls ist diese seine Vision das, was die Gesellschaften wünschen. Die “Bedenkenträger” gegen regenerative Energien wären ja sehr erfrischend, aber Bedenken allein brächten eben keinen Fortschritt – ein Satz, der eigentlich minutenlanges Gelächter auslösen müsste, wenn die Art der Wirklichkeitswahrnehmung dahinter nicht so unsagbar traurig wäre.

Kurz: Umerziehung der deutschen Bevölkerung hin zu den Werten des meinungsmachenden und sprachbesetzenden linksökologischen Schwanzes. Endlich wieder ökologisch korrekte Steinzeitlandwirtschaft! Sachliche Begründung: Atome kommen aus Tschernobyl und sind böse. Selbstzweifel keine, man ist ja ideologisch in seiner Phantasiewelt unterwegs, da gibt es sowas nicht. Nebensätze wie “Bevölkerung muss Umgang mit Energie stark ändern” und leise Andeutungen, die Menschen dürften dann nicht mehr so mobil sein wie heute – waren immerhin da, aber gegen “die Vision” stinkt sowas ja ab. Da wünscht man sich, diese aufgeplusterten Nichtsleister würde vorher mal eine Zeitreise nach Kambodscha unternehmen, um sich dialektisch von den Roten Khmer schulen zu lassen…

Kritische Fragen vom Diskussionsleiter waren leider nicht vorhanden, daher war es an den beiden anderen Teilnehmern, gottlob in Wirtschaftsfragen deutlich wissender, ein Korrektiv zu bilden.

Herr Tichy gelang dies durchaus, indem er zunächst die lächerlichen zeitlichen Perspektiven aufzeigte (“2050 werden wir alle nicht mehr erleben, da bin ich sofort dafür”), dann aber direkt in die kurzfristigen Konsequenzen einstieg: im Sommer wird Deutschland von ausländischem Atomstrom leben, neben einer verstromten Menge Braun- und Steinkohle, die die CO2-Einsparungen durch regenerative Energiequellen der letzten 5 Jahre aufbrauchen wird. Der Einwand von Frau Göbel, wie denn die Finanzierung aussehen werde da gleichzeitig große Investitionen in z.B. Bildung getätigt werden sollten. Geld können normale Menschen nur einmal ausgeben, aber die grünen Khmer werden es sicher “von den Reichen” nehmen…  Ökologische Leuchtturmprojekte wie der Zertifikatehandel werden 2013 vorraussichtlich zu einem Preisanstieg von 50% führen – für Wirtschaftszweige wie Chemie und Metallverarbeitung, die viele Menschen in Deutschland beschäftigen und entsprechende Wertschöpfung über Steuern dem Staat zur Verfügung stellen, wird dann Produktion in diesem Land zu einer schmerzhaften Angelegenheit. Das Unternehmen als Ziel die Gewinnerzielungsabsicht haben, keine Menschenbeschäftigungs- und Steuerzahlabsicht wie eine Ökos vielleicht annehmen, trifft die wirtschaftliche Basis des Landes dann sehr hart. Aber es gibt kaum Industriearbeiter, die Grün wählen. Das erklärt leider einiges.

Fakten jedenfalls, das konnte man deutlich erkennen, sind im Presseclub unter Herres nicht mehr interessant. Und für unsere linke “Elite”, die keine ist und keine sein wollte wenn sie es doch wäre, schon gar nicht.

Anschauen kann man sich die Quälerei übrigens hier.

Robert A Heinlein

07/04/2011

Zu Weihnachten habe ich einen ganzen Schwung Bücher bekommen, darunter auch sechs von meinem englischen Lieblingsromanautor. Heinlein schrieb “social science fiction”, erfand TANSTAAFL, grok und das Wasserbett und hat politisch sehr vernünftige Vorstellungen entwickelt, zumindest in meinen Augen.

Den Anfang der Lesereihe hat (natürlich) Starship Troopers gemacht - zu dem Buch muss man nichts sagen, wer nur den Film gesehen hat und Schund vermutet, sollte es sich mal kaufen.

Als zweites Buch habe ich dann von Mitte Januar bis Ende März “Number of the Beast” gelesen… bzw. mich damit geschunden. Das Buch handelt von zwei Männern und zwei Frauen, die (von Aliens verfolgt) mit einer Zeit/Raum-Reisemaschine (in Form einer mechanischen Nähmaschine) durch die Universen reisen… jedes Kapitel ist in der Ich-Perspektive geschrieben, die Erzähler wechseln allerdings. Abgesehen von einigen witzigen Einfällen ist das ganze Buch eine unablässige Diskussion zwischen den Vieren über alles, insbesondere über Entscheidungen des jeweils Kommandierenden… ausgezeichnetes Material, wenn man jemandem eine besondere Freude machen möchte.

Momentan lese ich “Stranger in a strange land”, das Buch mit dem Grok *g*. Deutlich besser und Lesespass hoch 5. Mehr dazu, wenn ich das nächste Buch fertig habe…

Gucke ich gerade auf PHOENIX, Steinmeier ist grad durch, jetzt kommt Westerwelle – mit einer drallen Blonden und Maßkrug. Kaum ein begnadeter Redner, aber Steinmeier hat die zu überspringende Latte gerade eh auf den Boden gelegt.

Wie oft will der eigentlich noch den Schröder imitieren?  Und dann tut er die ganze Zeit  auch noch so, als wäre die SPD auf dem Weg in die nächste Bundesregierung – natürlich als Seniorpartner (keine Ahnung, ob nach seiner Meinung die grünen Khmer oder die DIEBE den Steigbügel halten sollen)!
Dazwischen (wer hätte es geahnt) ein mittlerweile leider typisches Politikermantra: “Die anderen sind alles Deppen, nur wir (eigentlich: ich!) wissen, wie es richtig geht!” Will niemand hören, glaubt niemand (die Redner zumeist selbst nicht) und ist so spannend wie Mülltrennung. Zumal die SPD vor kaum 2 Jahren noch täglich bewiesen hat, dass sie es nicht besser können. Ausnahme ist da vielleicht noch Herr Steinbrück, doch den hat das Mittelmaß ja direkt weggebissen, als es in die Opposition ging. Aber Realität war für die Linken immer schon störend.

Apropos grüne Khmer: früher, als ich noch jung war, habe ich mal folgendes gesagt: “Bei den Grünen gibt es wenigstens vernünftige Leute, denen man anmerkt das sie auch nachdenken.” Jetzt bin ich ein wenig weiser und sehe gerade Renate Künast … wenn mir irgend jemand erzählen will, Frauenquoten würden zu einer anderen Art von Gesellschaft führen … Haa-ha! Die Künast ist genauso vermännlicht in Gestus und Habitus wie die ganzen anderen “bei gleicher Qualifizierung bevorzugt eingestellten” Quotenfrauen, die man so in den Medien “bewundern” darf.
Wenn die Kamera bei dieser Veranstaltung in Schwaben so durchs Publikum schweift, bekomme ich gleich einen latenten Kotzreiz: Rentner, strickende Männlein und Lehrerinnen mit Doppelnamen… und der Kretschmann, ein Politiker, der einen entscheidenden Vorteil hat – er kann nur Schwäbisch, außerhalb der Spätzle-Zone versteht ihn also gottlob niemand!

Zu dem asozialen Pack, dass gern ein Leben lang ohne eigenes Risiko auf einem selbstgewählten Wohlstandslevel leben möchte (Okay, vielleicht nicht jeder mit Porsche und Haus in der Schweiz, aber eben über der eigenen Wertschöpfung), braucht man nix sagen. Deren Rudelführer kann ja nichtmal unfallfrei sprechen.

Zum heutigen Tag

01/03/2011

fällt mir nichts ein.

Phoenix

21/02/2011

Mein erklärter Lieblingssender bringt bald eine Sendung mit dem Titel “Napoleon – Wahrheit und Legende” mit solchen Knallerfragen wie “Staatsmann oder Tyrann?” und “Genialer Feldherr oder Kriegsverbrecher?”

Okay – man kann den Machern zu Gute halten, dass sie Interesse bei einem historisch eher unbeleckten Publikum wecken möchten… aber entweder die Werbung ist völlig niveaufrei, oder es kommt eine Sendung auf SpiegelTV-Höhe. Ein kleiner Leutnant? Ja, 1786 (mit 16 Jahren!), 1793 “Kriegsbeförderung” zum Brigadegeneral, 1795 Oberbefehlshaber im Inneren unter Barras. Er nutzt Schwerpunktbildung im Gefecht, OpInfo-Maßnahmen, ringt Italien nieder und zwingt Österreich einen Frieden ab – mit deutlich unterlegener eigener Stärke! Danach erobert er Ägypten.

Nach diesen Erfolgen wendet er sich der Republik zu, setzt (gewaltsam) das unbeliebte Direktorat ab und verschafft sich durch Volksabstimmung (und danach geschicktem Taktieren) die Alleinherrschaft in Frankreich – mit 30 Jahren.

Klar – das Ende ist vernichtend, aber zuvor war Bonaparte einer DER militärischen Führer der menschlichen Geschichte. Phoenix, das geht doch auch besser …

Da ich den Sonntag Abend im Regelfall im Zug verlebe, konnte ich erst heute die gestrige Folge sehen. Sonst tue ich mir die Will nicht an – für stumpfeste Versuche, tolle Zitate der bekannten Gäste zu schinden und öffentlich-rechtliche Talkshowverbaldiarrhoe ist mir meine Zeit zu schade.

Gestern habe ich da mal eine Ausnahme gemacht, da ja die beiden obersten Feldherr_Innen der HarzIV-Schlacht direkt nach Beendigung des Stutenbeißens der Kampfhandlungen vor die Kameras geeilt waren …

… was mich direkt dazu gebracht hat, einen alten Artikel aus dem Tagesspiegel hervorzukramen. Der beschreibt nämlich die Flucht intelligenter Frauen aus Mecklenburg-Vorpommern in wirtschaftlich erfolgreichere Bundesländer. Manuela Schwesig wohnt noch in McDoof, was eigentlich schon alles sagt.

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